Rosenrondell

An der Einmündung Lambrechter Straße/Spelzenackerstraße/Hauptstraße befindet sich eine Grünanlage, die allgemein als Rosenrondell bekannt ist. Dies deshalb, weil es sich um eine Wiese mit einer Umrandung aus Rosenstöcken handelte.

Die Rosen waren mittlerweile in die Jahre gekommen, durch späte, kalte Winter waren einige erfroren, so dass sich große Lücken in der Umrandung zeigten. Auch die Wiese bestand kaum noch aus Gras, das meiste Grün war Moos. Aufgrund dieser Tatsachen ließ sich der Gemeinderat schließlich überzeugen das Rosenrondell neu anzulegen.

Im Gartenbauverein wurde ein verlässlicher Partner für die Verwirklichung der Planung unseres Landschaftsgärtners Mathias Klamer gefunden. Er hatte geplant, das flache Gelände mit einem kleinen Hügel zu versehen, auf dem ein Quellstein platziert werden sollte, dessen Wasser über einen kleinen Wasserfallbach schließlich in einen Teich mündet, der als Wasserreservoir für den Quellstein dienen sollte. Neben dem Hügel sollte ein kleiner Sitzplatz eingerichtet werden, von dem aus man dem Plätschern des Wassers zuhören und Zusehen kann. Die Wiese und die sie umgebenden Rosenbüsche sollten entfernt und durch Rasen und einzelne Blumenbeete mit unterschiedlicher Bepflanzung versehen werden. Aus dem Gemeinderat kam die Idee, das Rosenrondell mit einem Weg zu versehen, der es den Schulkindern erlauben würde, die sehr große Straßeneinmündung mit einem Zwischenstop überqueren zu können.

Als die Kosten für diese Planung überschlagen wurden, stellte sich heraus, dass selbst mit den Spenden der Jahreskalender 2015 und 2016 eine Verwirklichung schwierig bis unmöglich werden würde. So sollten schließlich schweren Herzens der Quellstein und der Teich gestrichen werden. Als die Planung mit dem Vorstand des Gartenbauvereins besprochen wurde, war dieser begeistert von der ursprünglichen Gestaltung und erklärte sich spontan bereit, die Kosten für Quellstein und Teich zu übernehmen und diesen auch zu bauen. Außerdem erklärte sich der Gartenbauverein auch bereit, die Pflege der Neuanlage zu übernehmen.

So konnte man an die Verwirklichung dieses Vorhabens gehen.

Nachdem im Zuge der Beleuchtungsumstellung auf LED die große Leuchte in der Mitte des Rondells weichen und drei neue Laternen installiert werden mussten, war es notwendig, das Gehwegpflaster rund um das Rondell zu entfernen, die Fläche sollte zukünftig ebenfalls bepflanzt werden. Das Entfernen des Pflasters wurde von Stephan Fränzel, Dieter Knoll und Johannes Hesser erledigt. Anschließend waren Baggerarbeiten notwendig, mit Hilfe des kostenlos zur Verfügung gestellten Baggers von Eric Schmalz wurden von Frank Bilgen die Rosen ausgegraben  und Pflanzflächen ausgebaggert. Auch die Fläche für die Wege und die Sitzfläche wurden mit Hilfe des Baggers planiert.

Durch den Gartenbau- und Verschönerungsverein Lindenberg wurden auf der ehemaligen Deponie alte Pflastersteine ausgegraben und zur Baustelle gebracht. Sandsteine und Sandsteinplatten wurden ebenfalls von Karen und Sabine Nabinger, Thomas und Katharina Blankart, Elmar Laub und Sander an der alten Kläranlage aufgeladen und zur Baustelle transportiert. Große Findlinge wurden über Gregor Panczyk von der Bauverwaltung organisiert.

Noch während die Materialien angeliefert wurden, was bei mehreren Tonnen Pflaster einige Zeit in Anspruch nahm, fingen Christoph Baumann und Mathias Klamer mit dem Setzen der großen Pflastersteine als Randstreifen für die Wege und die Sitzfläche an. Diese wurden in Beton gesetzt um eine gute Festigkeit für das anschließend eingebracht Schotterbett und die darauf in Feinsplitt verlegten Pflasterflächen zu gewährleisten. Danach stand die Pflasterung der Wege und Sitzfläche an, hier zeigten unsere Arbeiter ihr ganzes Können. Nicht einfach gerade, sondern kunstvoll geschwungen wurden die Pflastersteine gesetzt, ein tolles Bild. Rolf Stoner und Bernd Camin haben unsere Arbeiter beim Einkehren des Materials unterstützt, damit die Fläche an einem Tag in einem Guß fertiggestellt werden konnte.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ein schönes Fugenbild ohne die Pflaster- und Sandsteine mit Zementmörtel zu verschmieren, ohne eine Menge Wasser zu verbrauchen um den Zementschleier zu entfernen. Die vorgesehenen Blumenbeete bekamen ebenfalls eine Umrandung aus Pflastersteinen und um die Pflege des Rondells für den Gartenbauverein zu erleichtern, wurde eine Bewässerungsanlage eingebaut. Nachdem tonnenweise Mutterboden eingebaut worden war, wurden die Blumenbeete vom Gartenbauverein nach Vorgabe von Mathias Klamer bepflanzt. Anschließend wurde die Teichfolie eingebaut, der Quellstein gesetzt und der Bachlauf zum Teich hin modelliert und mit Folie ausgekleidet. Ursula und Siegfried Nickel unterstützten dabei die bekannte Truppe des Gartenbauvereins auch beim anschließenden Füllen und Bepflanzen des Teiches. Im Bereich der Sitzfläche wurden zwei Schirmplatanen gepflanzt, zwischen die eine Sitzbank gestellt wurde. So wird man in einigen Jahren gut beschirmt dort sitzen und das Plätschern des Wassers genießen können.

Auch des Nachts beeindruckt die Anlage durch die Bodenstrahler unter den Platanen und am Wasserlauf, die eine wunderbare Beleuchtung ergeben. Zu guter Letzt wurde der Rollrasen verlegt, bei dieser Arbeit waren viele helfende Hände am Werk. Zu den bereits genannten Personen gesellten sich Gerda und Herbert Bertram, deren Tochter Denise versorgte die Arbeiter mit Kaffee und Kuchen und nach getaner Arbeit wurde das fertige Werk mit einigen Gläsern Winzersekt begossen.

Durch die tolle Zusammenarbeit unserer Arbeiter und der vielen freiwilligen Helfer ist es gelungen, einen echten Hingucker zu gestalten. Die Anlage wurde am 13.08.2016 mit einem tollen Grillfest durch den Gartenbau- und Verschönerungsverein  Lindenberg 1932 e.V. eingeweiht.
Seitdem wird die Anlage durch den Verein gepflegt und in Ordnung gehalten.
Einen ganz herzlichen Dank an dieser Stelle für die ehrenamtliche Arbeit.

Reiner Koch/Ortsbürgermeister